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Bodenverstรคrkung am Chรขteau Saint-Barthรฉlemy

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Im Rahmen der Restaurierung des Chรขteau Saint-Barthรฉlemy hat Medusoil 2025 zu einer ersten Phase der Baugrundverbesserung beigetragen, mit dem Ziel, die Bรถden unter und um die Fundamente dieses historischen Bauwerks zu verstรคrken und zu stabilisieren.

Die geotechnischen Untersuchungen zeigten einen besonders heterogenen Untergrund aus Auffรผllungen, sandigen Schluffen und schluffigen Tonen. Einige dieser Tonschichten weisen ein Schrumpf-Quell-Verhalten in Abhรคngigkeit von Feuchtigkeitsschwankungen auf, was zu Setzungsdifferenzen fรผhren und zur Rissbildung im historischen Mauerwerk beitragen kann.

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Um diesen Bedingungen zu begegnen und zugleich den denkmalgeschรผtzten Charakter des Schlosses zu wahren, brachte Medusoil seine Biozementierungslรถsung BCEM I (BioSlurry) mittels Injektion ein.

Die Behandlung erfolgte entlang der Ostfassade bis in eine Tiefe von 3 Metern. Die Injektionen wurden bei sehr niedrigem Druck von rund 0,5 bar ausgefรผhrt, sodass die Lรถsung den bevorzugten hydraulischen Fliesswegen auf natรผrliche Weise folgen konnte, ohne die Struktur nennenswert mechanisch zu belasten.

Ziel dieses Ansatzes war es, hydromechanische Inhomogenitรคten im Baugrund zu reduzieren, bevorzugte Sickerwege zu behandeln und die Stabilitรคt der oberflรคchennahen Bรถden unter den Fundamenten zu verbessern.

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Der Eingriff umfasste zudem ein zerstรถrungsfreies Monitoringprogramm, das Bodenradar (GPR) und elektrische Widerstandstomografie (ERT) kombinierte.

Die vor und nach der Injektion durchgefรผhrten Georadarmessungen zeigten lokal begrenzte Signalรคnderungen innerhalb der behandelten Bereiche, darunter gleichmรคssigere Reflektoren und eine Abnahme kleinrรคumiger Anomalien, was auf eine fortschreitende Homogenisierung der Bodenstruktur hinweist. In rund einem Meter Abstand von den Injektionsachsen wurden kaum oder keine signifikanten Verรคnderungen festgestellt, was bestรคtigt, dass die Behandlung lokal begrenzt blieb.

Ergรคnzende ERT-Messungen lieferten weitere Erkenntnisse zur Heterogenitรคt des Untergrunds und halfen, bevorzugte hydraulische Fliesswege zu identifizieren. Diese Ergebnisse bilden zudem eine wertvolle Ausgangsbasis, um die Ausrichtung und รœberwachung kรผnftiger Projektphasen zu verfeinern.

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Dieses Projekt zeigt, wie sich Biozementierungstechnologien in geotechnische Massnahmen an sensiblen und historischen Bauwerken integrieren lassen.

Durch die Kombination von Niederdruckinjektion, gezielter Baugrundbehandlung und zerstรถrungsfreiem geophysikalischem Monitoring trรคgt Medusoil zur Entwicklung neuer Ansรคtze der Baugrundverstรคrkung bei und berรผcksichtigt dabei die besonderen Anforderungen denkmalgeschรผtzter Gebรคude.

Das Projekt wurde gemeinsam mit der St. Barthรฉlemy Stiftung und in Zusammenarbeit mit Kรคlin & Associรฉs und Marti realisiert.


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